Neue Mazars Studie: Stellenwert der Nachhaltigkeit in Unternehmen

Im Rahmen der von Mazars Austria beauftragten Studie hat TQS Research & Consulting 100 mittlere und größere Unternehmen in Österreich zum hochaktuellen Thema der Bedeutung von Nachhaltigkeit in ihren Unternehmen befragt und hat dabei spannende Erkenntnisse gewonnen.

Nachhaltigkeit spielt für neun von zehn Unternehmen eine große Rolle. Trotz des hohen Stellenwertes führen aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten wie rekordhohe Energiepreise, die anhaltende Inflation sowie der vorherrschende Personalmangel dazu, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen kurzfristig reduziert , 30% sogar kurzfristig eingestellt haben. 

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"Diese Entwicklung ist bedauerlich und wohl auch etwas kurzsichtig“, sagt Michael Dessulemoustier, Geschäftsführer von Mazars. „Wir sind überzeugt, dass Unternehmen, die jetzt nicht in Nachhaltigkeit investieren können, über kurz oder lang dieses Versäumnis spüren werden. Nachhaltigkeit ist längst nicht nur ein Thema für die ganz Großen. Nachhaltigkeits-Aspekte sind für Investor:innen, Stakeholder, Kund:innen aber auch zukünftige Mitarbeitende immer entscheidender und damit ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg.“

Die Studie zeigt klar auf: das Thema Nachhaltigkeit ist der Krisenverlierer Nummer Eins. Aktuelle negative Entwicklungen führen nicht nur zu deutlichen Verzögerungen oder der kurzzeitigen Beendigung von Nachhaltigkeitsbemühungen, sondern rücken das Thema Nachhaltigkeit generell merklich in den Hintergrund. Der Fokus liegt sowohl bei Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden als auch bei Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden vordergründig auf Themen wie steigende Energiepreise, Inflation und Veränderungen am Arbeitsmarkt. 

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Bezogen auf alle befragten Unternehmen liegt Nachhaltigkeit mit (67%) auf dem vierten Platz. Nur Themen wie Lieferengpässe mit 53%, der vorherrschende Ukraine Krieg (47%), die Corona Pandemie mit 45% und die veränderte Nachfrage (37%)  liegen in der Wertung der Betroffenheit weiter hinten. 

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Die Studie hat zudem beleuchtet, wie Entscheidungsträger:innen in Unternehmen den Stellenwert von klassischen Umsatzzielen im Vergleich zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen sehen.

Obwohl Nachhaltigkeit für 91% der befragten Unternehmen einen großen Stellenwert hat, stehen Umsatzziele bei den interviewten Entscheidungsträger:innen weiterhin deutlich im Fokus. Hier gaben rund die Hälfte an, dass Umsatzziele einen zumindest gleich hohen bzw. höheren Stellenwert als die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen haben.

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Das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung sowie die Unumgänglichkeit von Nachhaltigkeitsmaßnahmen ist  - zumindest in der Theorie - bei den meisten Unternehmen angekommen. Angeführt wird die Liste der bereits in Umsetzung befindlichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen mit 96% durch die Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Nur ein umweltrelevantes Thema schafft es unter die Top 5, Maßnahmen zur Energieeinsparung und –effizienz. Vor allem soziale Aspekte wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer, flexible und somit familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und Frauenförderung bzw. gendersensitive Maßnahmen wurden hier am häufigsten genannt.

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Die Zeit wird jedoch knapp! 2025 tritt die CSRD in Kraft und hier ist ein großes Maß an Unwissenheit deutlich spürbar. Nur 58% der befragten Unternehmen geben an, dass sie sich bereits mit CSRD Maßnahmen auseinandersetzen. 

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Bleiben Sie dran! Weitere Ergebnisse der Studie werden in Kürze hier veröffentlicht.